2017-01-12 Nachmittag

By openmedi on 12. Januar 2017 — 3 mins read

Ich habe, auch um etwas Geld zu sparen, meine Domains, sowie meine Websites umgezogen. Die Domains sind jetzt bei INWX(.de-Domains zu hosten kostet dort nur 4,65€ im Jahr, im Vergleich zu Hosteurope, wo man 9,48€ pro Domain haben will…) und ich habe jetzt einen kleinen Virtual Server bei Vultr (zuvor hatte ich Blog und andere kleine Projekte auf den Virtual Server und Sites bei dem shared hosting Provider nearly free speech verteilt, das ist nun endlich konsolidiert). Alles in allem spare ich durch diese Aktion etwas über 150 Euro im Jahr.

Leider kam es im Zuge dieser Aktion durch eine Fehlkonfiguration meines Servers in den vergangen Tagen zu einem Ausfall des Blogs. Ich konnte mich aber erst heute darum kümmern. Jetzt ist ja wieder alles da. Hoffentlich bleibt das so. 🙂


Dieses Jahr sollen ein paar Rezensionen von mir im Blog erscheinen. Den Anfang macht eine Rezension von Neil MacGregors „A History of The World in 100 Objects“. Mit dem Gedanken dazu spiele ich jetzt schon ein paar Jahre lang und immer hatte ich dann im entscheidenden Moment nicht die Zeit oder die Lust. Ich hoffe, dass das in diesem Jahr anders wird und diese Erwähnung hier dient der öffentlichen Bekanntmachung. Ich habe außerdem bei Beeminder ein Ziel angelegt, welches mich dazu zwingen soll, mich an diese Intention auch zu halten.

Diese Rezensionen müssen nicht perfekt sein und haben auch keine Mindestlänge oder so etwas. Sie sollen mich lediglich dazu bringen mehr über das von mir gelesene bewusst zu reflektieren.

Damit wären wir auch schon bei den Vorsätzen fürs neue Jahr. Ich will nämlich nicht nur mehr Rezensionen im Blog haben, sondern außerdem mehr Sport treiben. Zweimal in der Woche will ich joggen gehen, anstatt wie bisher lediglich einmal in der Woche in irgendeiner Form sportlich aktiv zu sein.


Seit Mittwoch bin ich im übrigen auch mit meiner Masterarbeit beschäftigt. Wie gesagt, bearbeite ich ja den pflanzengeografischen Teil der Sonderdrucksammlung Adolf Englers. Der Arbeitsmodus stellt sich dabei wie folgt dar:

Die Sonderdrucksammlung ist im Keller, dort wo sich auch die Herbarien befinden, aufgestellt. Ich belade mir im Beisein eines Mitarbeiters der Bibliothek bzw. des Archivars, der mich in den Keller begleitet, einen Bibliothekswagen und kann diesen dann so nach und nach an einem extra für mich im ruhigen zweiten Lesesaal eingerichteten Arbeitsplatz durchgehen. Endlich ans Material zu können ist toll. Erst jetzt macht es Sinn sich weitergehende Fragen zur Struktur der Sammlung und zu ihrer historischen Aufarbeitung zu machen.

In einer ersten Stichprobe habe ich mir zwei Ordner meiner ersten Portion im Hinblick auf die Ordnung der Dokumente und die möglicherweise interessanten Metadaten der Sammlung hin angesehen, um herauszufinden, wie die Ordnung zunächst so dokumentiert werden kann, dass eine Orientierung in ihr möglich ist. Aber geht es in diesem ersten Schritt auch darum, wie diese Dokumentation selbst wiederum so eingerichtet wird, dass sie möglichst flexibel verwendbar ist. So wäre es ja schön, wenn meine Kartierung der Bestände für das Archiv selbst einen Nutzen nach sich zöge (zumal die Sachen ja so frisch sind…) und außerdem, wenn die erhobenen Daten eben nicht nur in Form von, sagen wir, Worddateien vorläge, sondern alles so angelegt ist, dass sich damit z.B. auch Visualisierungen oder Netzwerkanalysen anstellen ließen. Die Überführung der Sonderdrucksammlung in eine erforschbare Datenstruktur beschäftigt mich demnach zunächst am meisten.


Meine Freundin ist gestern außerdem zurück nach Finnland gefahren. Auch nach dem wir nun unser erstes Jahr in Fernbeziehung verbracht haben: Kein Abschied fällt leicht. Die zwei viel zu kurzen Wochen, die wir hier in Berlin hatten, waren wunderschön. Es fühlte sich so richtig an, dass wir zusammen sein konnten. Seltsame Unzufriedenheit: Wir redeten unter Anderem auch darüber, dass sich die gegenseitigen Besuche eigentlich nie wie Urlaub anfühlten, weil häufig genug einer von uns beiden zu viel zu tun im eigenen Leben hat und wird beide nicht über genügend Geld verfügen Urlaubsgefühle aufkommen zu lassen. Das sich aus der Konstellation ergebende Gefühl der gelebten Realität führt dann wiederum dazu, dass man feststellen muss, dass man das eigene Leben immer noch an einem anderen Ort lebt, dort die Verpflichtungen, die Freunde, usw. sind und man wirklich nur zu Besuch ist. Eine geteilte lokale Realität wiederum würde einen gemeinsamen Lebensmittelpunkt erfordern und so bleiben diese Besuche auf einer Ebene immer unbefriedigend, weil sie einerseits kein Urlaub sind, anderseits aber deutlich machen, dass man den Lebensmittelpunkt (noch) nicht teilt. Das macht Fernbeziehung zu einer Herausforderung. Ich finde aber, dass wir sie soweit sehr gut meistern.

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