007 – mit @adloquii über Entzauberung

By openmedi on 24. März 2018 — 1 min read

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  • Liebe Apollon, lieber Martin,

    Das habt Ihr sehr schön herausgeschält!

    Ein Trialog ohne Opposition ist nicht möglich. „Der dritte Punkt ist der Beobachter, der den Dialog stören und ihm eine neue Richtung geben kann. Der dritte Punkt ist die Opposition zu den jeweils zwei anderen Punkten. Die Opposition ist im Trialog zentral und ein Trialog ohne Opposition ist nicht möglich.“ Siehe auch
    http://zeithueter.de/about/das-dreieck/

    Alles ist jederzeit und von jedem anzuzweifeln, anzugreifen, zu ändern und zu stören. Das ist aber keine Bedingung. Bedingung ist die Reflektion darüber, an welcher Stelle eine Störung sinnvoll ist und zu erfahren und wenn möglich zu verstehen, wie sich eine Störung auf die soziale Situation auswirkt. Jeder kann solange malen, wie er will und jederzeit alles von der Tafel wischen. Ob es die Reaktionen der anderen Wert ist, darüber muss er sich klar werden. Er muss sich klar werden über sich selbst in der sozialen Situation und ist engeladen, damit zu experimentieren.

    Es ist schön, dass Martin eine ‚Kategorie Trialog‘ untersuchen möchte und von den verschiedenen Erscheinungsformen/Instanzen unterscheidet. Das ist insofern schön, als das der Trialog ja eben ein Versuch ist, eine Handvoll einfacher Metaregeln zu entwerfen, die einen Rahmen bilden, in dem neue Regeln gefunden werden können – unter anderem durch Störung, Erratik und Flow, also quasi kybernetisch. Diese Kategorie scheint unter bestimmten Bedingungen zu funktionieren, was sich in den verschiedenen Instanzen manifestiert.*

    Kann also Martin die nächsten zehn Jahre Trialog bestimmen? Ja, er kann! Weil der Trialog ihn dazu ermuntert, genau das zu tun! Weil er sich einmischen soll. Weil Martin vielleicht den entscheidenden Gedanken entwickelt.

    Solange darum gerungen, gestritten und diskutiert wird, was Trialog ist, und was ein ‚richtiger‘ Trialog ist, solange ist alles gut. Ihr solltet Euch aber weniger Gedanken darüber machen, wann ein Trialog ‚richtig’ ist, als über die Rettung der Welt. 😉

    Wir könnten natürlich auch einen Gegentrialog in Hamburg machen. Am besten aber machen wir einfach drei Trialoge gleichzeitig (Marburg, Hamburg, Köln). WOA – DREI – TRALOGE – GLEICHZEITIG!

    DANN KÖNNEN WIR JA EIN TRIALOGISCHES ENERGIEDREIECK AUF DIE KARTE MALEN!

    Herzliche Grüße

    Schlomo (ergraut und mit viel Hall aus dem grauen OFF der wirklichen Welt…)

    Ach ja, und #kzumafia und #trialog wird ja auch leider häufig miteinander verwechselt.

    *Der Anspruch war eigentlich ein universelles Regelwerk zu entwerfen, dass für jedermann funktioniert. Das ist auch insofern gelungen, als das an den Regeln absolut nichts schwer zu verstehen ist. Aber die Experimentierfreudigkeit und Neugier, sich diesen Regeln zu unterwerfen, um eventuell etwas ungeahnt Neues in Erfahrung zu bringen, ist nicht unbedingt bei jedermann gleich ausgeprägt. Das ist nicht schlimm. Die Kategorie ist so angelegt, dass sie sich in Interationen weiterentwickelt. Halt kybernetisch, quasi.