2016-07-31 Nachmittag

By openmedi on 31. Juli 2016 — 3 mins read

Seit einigen Tagen wieder zurück in Berlin. Die Wohnungsübergabe am Freitag verlief unproblematisch und mir fiel doch ein enormer Stein vom Herzen. Ich muss nichts mehr nachbessern und kann mich nun ganz auf mein neues Leben in der WG mit meinem Bruder einstellen.

Hier in der neuen Wohnung ist aufgrund des Timings noch längst nicht alles so wie es sein soll, aber die nächsten vier Wochen kriegen wir auch noch rum und dann kann ich endlich zumindest mein Zuhause als verlässlich bezeichnen.


Viel Unruhe wegen des BenjaminLatour-Essays Version 2. Eigentlich wollte ich Ihn heute rausschicken, aber das geht nicht, weil meine Bücher alle in Bücherkisten sind und hier neben mir einen großen Turm bilden, den jetzt für eine einzige Textstelle auseinander zu nehmen zu aufwändig wäre. Also schaue ich mir den Essay morgen zum letzten Mal an bevor er an den Prof geht, diesmal hoffentlich mit besserem Ergebnis. Sollte die Arbeit wieder nicht angenommen werden, weiß ich noch nicht wie es weitergehen soll mit dem “Masterplan”.


Ich spiele aufgrund einer Erwähnung in einem Podcast gerade sehr viel FTL und habe das Spiel jetzt sogar durchgespielt, was mir damals (2012) nicht gelungen war. Geholfen haben mir diese beidenGuides, die allein schon wegen ihres Umfangs bemerkenswert sind. Mit etwas Abstand betrachtet, sind diese Guides einfach nur sehr gute Beschreibungen des Spiels und seiner Mechaniken, sowie den mit diesen Mechaniken in Verbindung stehenden Wahrscheinlichkeiten. Sie beschreiben den Möglichkeitsraum des Spiels so, dass die Erforschung desselben reproduzierbar wird, ohne dass diese Spieler_innen anwesend sein müssen. Das ist alles deswegen interessant, weil es nicht von ungefähr an Theorie erinnert. Siehe auch.


Ich lese viel zu viel wenig. Das hängt hauptsächlich mit der Wohnungssituation und den vielen schönen wie nervigen Unterbrechungen zusammen, die mein Leben in der jüngeren Vergangenheit zu einer unstrukturierten und schwierig produktiv nutzbaren Zeit gemacht haben. Der Finnlandbesuch, der Umzug und seine Vor- und Nachbereitung, aber auch die eigene Unruhe, die fehlende Routine im Tages- und im Wochenablauf erlaubten nicht die Ruhe, die einkehren muss, um sich fürs Lesen und Schreiben hinzusetzen. Alles musste in einem Zustand des “latest and loudest” geschehen:

David [Allen, der ‘Getting Things Done’-Erfinder] often refers to the fact that if we haven’t got all our commitments objectified, it’s always the ‘Latest and Loudest’ thing in our lives that we attend to. As opposed to writing down what has our attention, looking at it objectively against all other commitments we have, and then attending to the one that would give us the highest return or bring us closer to our goal in life. (Quelle)

Witzigerweise kam ich trotz allem ein wenig zum Coden. Es ist bemerkenswert, wie viel man vergisst und verlernt über die Zeit. Da meine Programmierkenntnisse ohnehin immer schon begrenzt waren, lässt das diesen Befund besonders deutlich werden. Mein kleines Projekt, an dem ich mein Wissen usw. aufzufrischen versuche ist ein Sublimetext-Plugin, dass mir beim Befüllen meines Zettelkastens helfen soll, der auf ikiwiki basiert. Ich kann mit diesem Plugin jetzt schon die neue Version des Zettelkastens aus dem Editor heraus generieren, ein Anfang fürs Syntax-Highlighting der ikiwiki directives ist gemacht und außerdem arbeite ich daran, dass es für Tags bald ein Autocompleting-Feature geben wird. Das Ganze existiert auf Github, aber zu viel erwarten sollte man nicht. Langfristig würde ich gerne zwei Plugins haben, eines für ikiwiki und eines für die Zettelkastenfunktionalität (Einhängen/Reorganisation von Zetteln, Überprüfung, dass Tags keine Umlaute enthalten, etc. etc.). Da es sich hierbei aber defintiv um ein Nebenprojekt handelt, wird das so schnell nichts.

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