2016-10-20 Nacht

By openmedi on 20. Oktober 2016 — 2 mins read

Meine Studiensituation hat sich nach anstrengenden acht Wochen sehr verändert. Während ich vor einer Weile noch unsicher war, ob ich all das was ich mir für dieses Semester vorgenommen hatte auch schaffen würde, sieht es nun sehr viel besser aus. Denn ich habe nicht nur die Modulprüfung in der Technikgeschichte, sondern auch die in der Literaturwissenschaft mit der Bestnote bestanden und auf einmal habe ich nicht nur vier von sieben Modulen vollständig erledigt, sondern darüber hinaus auch die anderen Module (bis auf die Masterarbeit selbst) wenigstens zur Hälfte fertig.

Das neue Semester beginnt in diesen Wochen. Und es scheint tatsächlich mein letztes Semester zu werden. Es gibt immer noch viel zu tun und ich bin noch nicht ganz in der Lage meine Masterarbeit anzumelden, aber spätestens im November sollte es soweit sein.

Inhaltlich wird es bei der Masterarbeit vermutlich wieder um die Botanikgeschichte gehen. Genaueres weiß ich noch nicht. Aber ich würde mich gerne wieder mit botanischen Gärten in kolonialen Kontexten beschäftigen.


Complice und Beeminder sind eine großartige Kombo. Complice vollbringt das nicht leichte Kunststück mich in meinen Zielen jeden Tag wenigstens ein wenig voranzubringen und gleichzeitig die von mir eingegebenen Ziele mehr und mehr zu definieren. In der Kombination mit Beeminder, das für gleichbleibende Regelmäßigkeiten und für Dinge, die einen besonderen Druck erfordern (wie z.B. Prüfungen) prädestiniert ist, klaffen Intention und Handlung sehr viel weniger auseinander als sie dass ohne die Organisationstechnologien tun würden, was interessante Schlussfolgerungen bezüglich der Selbstdisziplinierung in unserer hochtechnisierten Welt nach sich zieht. Vielleicht schlummert in diesen Diensten und darüber hinaus in der Produktivitätsbewebung, die Antwort auf die zu gern unterstellte Tendenz, dass moderne Technik Konzentration eher Zerstreut.

Ich habe außerdem den Produktivitätsklassiker “Eat That Frog!” von Brian Tracy gelesen und finde auch hier eine interessante Verbindung zur Selbstwahrnehmung als mündiges Individuum. Möglicherweise sind deshalb diese Bücher so erfolgreich: Sie verkürzen den Weg von Intention und Handlung und erlauben es so im Sinne eines vielleicht dann eben doch nicht mehr ganz veralteten, wenn auch von der Beschreibungsqualität unzureichenden, humanistischen Menschenbildes zu leben. Wer Intention und Handlung von Fremdeinflüssen befreit und den zeitlichen Abstand zwischen diesen beiden Momenten verringert oder jedenfalls schützt, der empfindet sich als fähig.


Heute habe ich auch noch mit dem Freecodecamp angefangen, was eine Art Open-Source-Variante von Codecademy darstellt. Ich will dieses Programm nutzen um mich bezüglich dem Vorhandensein meiner Programmierkenntnisse im Hinblick auf die bald anstehende Jobsuche zu versichern und vielleicht auch das eine oder andere neu lernen.

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