2017-09-07 Mittag

By openmedi on 7. September 2017 — 2 mins read

Beim Joggen geweint. Gedacht: Wie ungerecht ich zuweilen in meiner Beziehungen bin, wie ungeduldig. Ich sehe ihr Gesicht, denke an den schon längst versöhnten Streit von vor ein paar Monaten zurück. Wut aus Gründen der Enttäuschung. Könnte kotzen. Könnte mich am liebsten selbst ankotzen, anspucken. Widerling. Auch nicht besser. Ich sehe ihr Gesicht, wie sie mich verliebt anlächelt. Und dann weine ich noch mehr. Es liegt an der Musik. Und am Feature über Gewalt an alten Leuten. Auch an ihrer Angst. „Ich will vor dir gehen, usw.“ Viel zu viel. Ich liebe sie sehr.

Things 3 ausprobiert und für unendlich überlegen ggü. Omnifocus empfunden. Komme davon gar nicht mehr los. Hauptgrund: Tags. Omnifocus kennt nur je einen Kontext und ein Projekt pro Task. Man hat dort vielleicht das Projekt/Kontext-Pärchen, analog zu Genus und Art-Epitheton, als verlässliche Referenz, wie man das aus der biologischen Systematik kennt, mit eben diesem einzigen Ort im System verwechselt. In der Systematik sind Namen deshalb wichtig, weil jeder Art jeweils nur eine Bezeichnung im System zukommt und man sich so in der Kommunikation über diese Art verlassen kann. Auch im planenden Selbstgespräch, wie man es mit To-Do-Listen-Programmen macht, ist es wichtig, dass man Ambiguitäten weitestmöglich vermeidet. Was aber, wenn man diese Analogie mit der Plfanzensystematik weiterspinnen will, offenbar übersehen wurde, ist dass z. B. Pflanzen sich auch ständig eine hohe Anzahl von Eigenschaften teilen. Diese Eigenschaften sind für den Platz den eine Pflanze im taxonomischen System einnimmt, nicht von Entscheidung, aber sie charakterisieren die Pflanze, informieren über die Charakteristika ihrer Art und gerade das was Pflanzen gemeinsam ist. Dies wird spätestens in der Pflanzengeografie wieder von Bedeutung, weil diese sich einen Lebensraum teilen. Kurz: Die wissenschaftliche Systematik kennt eben nicht nur die verlässliche Referenz, sondern auch die Eigenschaften und beide sind nötig, um über Elemente in einem verlässlichen System zu kommunizieren. Und sei es nur mit sich selbst. Things 3 (wie aber auch schon Things 2), macht es daher richtig. Der eindeutige Platz im System bei Things ist nicht mehr das Projekt/Kontext-Pärchen, sondern lediglich das Projekt. Einer jeden Aufgabe kommt lediglich ein Ort, nämlich die Zuordnung zu einem Projekt zu. Das ist genug. Außerdem lassen sich Projekte noch auf Arbeitsbereiche verteilen. Die Tags sind anders als die Kontexte hingegen in der Lage, Gemeinsamkeiten in einer Querschnittsperspektive aufzuzeigen und dass ohne dass man sich auch hier auf lediglich ein Element festlegen müsste.

Und schöner ist Things 3 auch!

Jobsuche zieht sich. Wer am liebsten in den öffentlichen Dienst will, der muss sich gedulden. Ca. 20 Bewerbungen versendet, 2 Absagen. Sonst, bis auf automatisierte Nachrichten über die Annahme meiner Bewerbungsunterlagen, nichts. Stille. Aber solange ich jeden Tag wenigstens eine Bewerbung rausschicke, fühle ich mich, als würde ich es zumindest versuchen.

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