2018-05-18 Abend

By openmedi on 18. Mai 2018 — 2 mins read

Ein auf dem iPhone getippter Post. Ich werde dann doch nichts herausgehobenes zum Block von Kusanowsky schreiben, auch eine Nachschau zu Marburg ist durch den Sidepodcast ja schon passiert. Reicht.

Auf dem Weg nach Köln. Ich fühle mich freier, jetzt, so ohne Fallstudie. Ich denke erneut über Feldforschung nach. Jetzt mehr prinzipiell. Lessons learned. Usw.

Auch die Örtlichkeit als solche ist als Fraglichkeit neu aufgeworfen. Feldforschung impliziert einen Ort und ist es auch zunächst ein Ort, den ich nicht betreten kann, so kann ich ihn mir als Ort vorstellen. Wie in einer Minimap. Die Realität in der ich mich zu orientieren versuche, mag gar keinen Ort implizieren. Aber das heißt nicht, dass sich nicht Konventionen finden lassen, die über etwas was kein Ort ist als einen Ort sprechen lassen. Und was heißt das schon? Nicht-Orte. Para-Sites.

Diese Zeit, die man ausharrte. Lang und kurz zugleich. Lang, wenn man bedenkt, dass man in manchen Fällen seit 2012 irgendwas mit diesen Internetsoziologen zu tun hatte. Seit wann ists Feldforschung gewesen? Das ist das kurze daran. Ich glaube ich verkündete es im Podcast mit @adloquii im letzten Jahr?

Es wird vorgeschlagen, dass man zur Co-Construction anregt. Es gab (gibt?) ja den miniPodcast. Eine Selbstdokumentation. Aber mir hat es nie gereicht die bemerkenswerte Konfiguration in dessen „Plumbing“ die Voraussetzungen für das was dann interessiert hat lediglich hinzunehmen. Darin liegt ja das Neue, denke ich nach wie vor. Darin liegt das Redistribuierende. Nicht in der Kommunikation. Aber darüber durfte nicht gesprochen werden.

Auch die Einwände. Uff! Immer dieselben Einwände deren Ausräumung nicht möglich war. Fast automatisiert immer wieder derselbe Kram, der nicht problematisch ist – oder jedenfalls nicht problematischer geworden ist, seit dem ich letztes Mal darauf hingewiesen wurde. Meine Anwesenheit: Eine Vergiftung. Neutralisierung. Säure-Base. Aber interventionistische Nähe lässt kein Glas zu. Hätte ich mich immunisiert, wäre es auch nicht gegangen. Rhetorik-Yoga, um dran zu bleiben.

Nun ja. So schlimm war es dann auch nicht. Aber sicher ein wirkliches Problem: Den Widerstand der Gruppe gegen meine Beschreibung und gleichzeitig sein potenzielles Publikum hauptsächlich aus der gleichen Filterbubble rekrutiert zu haben bzw. diese Dynamik gegen die eigene Sorge als positiv zu verteidigen. Ich war eigentlich eine Art Möbius-Doppelagent, bei dem Verratene und diejenigen, die meinen Verrat kaufen sollten eins waren. Eine Übung im doppelten Besserwissertum? Das war nicht so gemeint. Es ging ja eher um die Anreicherung dessen was da ist und um Brückenbildung. Aber diese Besserwisserei artikulierete sich leider mit.

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