2018-12-17 (Schwellenwerte)

By openmedi on 2018-12-17T19:53:48.000Z — 1 min read

Das Gefühl langweilig geworden zu sein, oder jedenfalls auf dem Weg dorthin. Und alles ist zu selbstähnlich. Hatten wir schon. Es ist keine Hölle. Oder doch? Die Türschwelle zur. Vielleicht.


Immer dieselben Probleme. Man antizipiert nicht nur schon die nächste Phase, nicht nur die Phase nach der Phase, sondern die Antwort auf die Antwort der Einschätzung der Phase, bis man seinen eigenen Arsch auf der Metaebene wieder riechen kann. Ein Möbiusproblem, eine Lebensrekursion, die einst aufregend war. Etwa: Sieben Millionen Mal das gleiche Bonuslevel spielen, was nicht jeder gesehen hat, was es aber einem selbst auch nicht unbekannter macht.


Balance finden zwischen dem durchaus erfolgreich verlaufenden Arbeitsanstrengungen und einem Privatleben in dem ich zeitweise vergesse die Jalousien zu öffnen bis es dunkel ist. Es läuft gut, weil es schlecht läuft. Es läuft schlecht, weil es gut läuft.


Eine Übergangszeit. Ich kann die Umwälzung schon schmecken. Und gleichzeitig wird aus einer Welle noch kein Periodensystem der Elemente. Kategorienfehler. Und doch. Da ist eine silbrig-goldene Hoffnung, die sich aus dem Grau – gerade dem Grau, wenn man es zulässt – zeigt. Spritzer nur. Aber man kann ja sammeln.


Die Anforderungen sind gestiegen. Funktionale Käufe gegen ästhetisch interessante Käufe. Sowieso. Ich setze meine Hoffnung in Ästhetik als noch zu erforschende Kategorie. Und gleichzeitig ist schon ein einzige Ölfleck auf der neuen und teuren hellbraunen Canvas-Jacke fast genug um die Flinte ins Korn zu schmeißen. Es scheint nach wie vor dumm einen Unterschied dieser Art machen zu wollen. Aber es ist nicht dumm wie schon meine Reaktion mir zeigt. Ich bin mir selbst äußerlich begegnet.


Wohin geht die Unruhe? Ist Geduld gar nicht endlich? Die fehlende Wut? Wohin verebbt sie?

Posted in: Journal
Tags: Ästhetik, Langeweile, Möglichkeitsraum und Wirklichkeitsraum, Übergang, Work-Life-Balance, Wut